Mercedes-Benz F400 Carving
Zukunftsweisenden Technologien Gestalt zu geben und Innovationen auch formal erlebbar machen - das waren die wichtigsten Aufgaben bei der Gestaltung des F 400 Carving. Und welches Fahrzeugkonzept symbolisiert diese Themen besser und treffender als ein offener Sportwagen? Ein ganz offener Sportwagen - ein Speedster mit langgestreckter, extrem flacher Motorhaube, mit kurzem Heck, mit maßgeschneidertem Interieur für zwei Passagiere und mit vielen stilvollen Details, die auf Anhieb Emotionen wecken und die Botschaft dieses Autos verstärken: der breite, tief liegende Lufteinlass in der Frontpartie, die flach geneigte Frontscheibe, die seitlichen Auspuffrohre oder die markanten Überrollbügel hinter den Sitzen. Exterieur: Die Sprache der Dynamik Zum Gesicht des Zweisitzers gehört freilich auch der Mercedes-Stern in der für sportliche Modelle der Stuttgarter Automarke typischen Zentralposition. Er bildet den Mittelpunkt eines weiteren wichtigen Designelements, das sich mittig über die Motorhaube erstreckt und mit der unverwechselbaren, pfeilförmigen Bugspitze an die Silberpfeile des Teams McLaren-Mercedes erinnert. Dieses Detail entwickelt sich zu einem neuen Sportmerkmal von Mercedes-Benz; es setzt auch bereits bei den Sportwagen-Studien Vision SLR und Vision SLA Zeichen. Die F 400-Designer greifen die Flügeltüren der SL-Legende auf, realisieren es in moderner Form und Technik und zeigen, dass es nach wie vor ebenso aktuell wie faszinierend ist. Anders als seinerzeit beim 300 SL sind die Flügeltüren des Forschungswagens nicht am Dach befestigt, sondern schwenken mittels spezieller Gelenke und von Gasfedern unterstützt im Winkel von 60 Grad nach oben. Interieur: Hightech in stilvoller Verpackung Das klingt etwas nach Purismus und Einfachausstattung. Doch bei genauerem Hinsehen wird rasch deutlich, dass hier mit großer Perfektion, besten Materialien und sehr viel Liebe zum Detail gearbeitet wurde. Designerinnen und Designer des Mercedes-Studios im norditalienischen Como und im süddeutschen Sindelfingen widmeten sich dieser Aufgabe und gaben dem Interieur ein charakteristisches Erscheinungsbild, das typische Stilelemente des Karosseriedesigns aufgreift. Dazu gehört vor allem das Flügelthema - zum Beispiel bei der Instrumententafel: Optisch hat sie keine feste Verbindung zum Mitteltunnel, "schwebt" also flügelähnlich im Raum und wirkt deshalb besonders leicht und grazil. Technik pur - auf dieses Designthema des F 400 Carving macht vor allem der Mitteltunnel aufmerksam. Form, Farbe und Oberfläche entsprechen einer Getriebeglocke aus Aluminiumguss und wecken zugleich Assoziationen an die Cockpits der Rennsportwagen in den Zwanziger- oder Dreißigerjahren, als die Fahrer tatsächlich mit so viel nacktem Blech vorlieb nehmen mussten. Die einfachen Schieberegler für Gebläse und Heizung, der metallische Bedienhebel des SEQUENTRONIC-Getriebes und die ovale Belüftungsdüse oberhalb des Mitteltunnels verstärken solche Erinnerungen zusätzlich, wenngleich sich dahinter modernste Technik verbirgt. |
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