Vor Dränglern haben fast alle Autofahrer Angst
Ziel der Bußgeld-Erhöhungen ist es laut Bundesverkehrsministerium, die Hauptunfallursachen - überhöhte Geschwindigkeit, dichtes Auffahren und Alkohol am Steuer - wirksamer zu bekämpfen. Einer repräsentativen Studie der AXA zufolge sind das zugleich Verhaltensweisen, die Autofahrern die größte Angst einjagen: 94 Prozent der Deutschen sehen im Drängeln das größte Risiko im Straßenverkehr. Zu den Top 10 der angstbesetzten Fahrweisen gehören laut AXA Verkehrssicherheits-Report 2008 auch Alkohol am Steuer und überhöhte Geschwindigkeiten.
Keine Änderungen des Punktekatalogs
Im europäischen Vergleich wurden Verkehrsdelikte in Deutschland bisher relativ milde bestraft. Dies könnte ein Grund dafür sein, dass jeder vierte Befragte zugibt, in 2007 ein Bußgeld bezahlt zu haben - meist wegen zu schnellen Fahrens. "Die Deutschen sind sehr preisbewusst. Daher trägt die neue Bußgeldstaffel hoffentlich dazu bei, dass aggressive Autofahrer ihr Fahrverhalten ändern", so Thomas Jäckel, Experte für Kraftfahrtversicherungen von AXA. Der Versicherer macht regelmäßig auf wichtige Aspekte der Verkehrssicherheit aufmerksam und trägt damit seiner gesellschaftlichen Verantwortung Rechnung. Dazu zählt auch Unfallprävention: AXA entwickelt seit vielen Jahren Tarife, die Versicherungsnehmer durch finanzielle Anreize zu einem sicherheitsbewussten Fahrverhalten motivieren. Ein Beispiel ist der Null-Punkte-Tarif: Studien zeigen, dass es einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen dem Punktestand und der Unfallwahrscheinlichkeit gibt. Junge Fahrer zwischen 20 und 24 Jahren, die normalerweise ein besonders hohes Schadenrisiko haben, erhalten bis zu 20 Prozent Nachlass auf den Versicherungsbeitrag, wenn sie ein sauberes Punktekonto nachweisen. Im Rahmen von Aktionen profitieren auch Fahrer über 25 Jahren, die keine Punkte haben, von bis zu zehn Prozent Nachlass.
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